Das Haydn-Jahr 2009 ging auch an der 3A-Klasse des BRG Landeck nicht spurlos vorüber und führte zu einem fächerübergreifenden Projekt aus Musik- und Bildnerischer Erziehung:
DER
JOSEPH
HAYDN
POP
ART
RAP Der Film ist auch in besserer
Bild- und Tonqualität für den Windows Media Player abrufbar: |
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Professor Juen steuerte die Musik bei, gesungen wurde der Rap von Martin Hiesel und Philipp Santeler. In Bildnerischer Erziehung entstand gleichzeitig zu den Musikaufnahmen ein Zeichentrickfilm, wobei man sich auch hier an einem bekannten Vorbild orientierte: dem knallbunten Pop Art-Stil des Beatles-Zeichentrickfilms "Yellow Submarine" aus dem Jahr 1968. Für die technische Umsetzung der Idee kamen zwei Techniken zum Einsatz: LIMITED ANIMATION und ROTOSCOPING. |
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Die Limited Animation wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts für den Zeichentrickfilm entwickelt, als für das neue Medium Fernsehen immer mehr und schneller produziert werden musste. Zu den Pionieren dieser Technik zählt das Studio Hanna-Barbera, das Fernseh-Klassiker wie "Familie Feuerstein" schuf.
Diese Methode bot sich für uns an, da "Sänger" und "Musiker" im Film Bewegungen ausführen, die sich ständig wiederholen - so benötigten wir für jede vorkommende Animation letztlich nur zwei Bilder. Für die Hintergründe und Personen suchten wir uns Vorlagen im Internet: Bilder von historischen Gebäuden wie Schloss Schönbrunn oder Vaux le Vicomte in Frankreich, Porträts bekannter Komponisten jener Zeit (natürlich Joseph Haydn, aber auch Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach haben ihren Auftritt) sowie zeitgenössische Illustrationen von Musikern bzw. Fotos von Musikern in Barockkostümen. Diese Vorlagen wurden mit einem schwarzen Filzstift auf Transparentpapier übertragen, wobei die Teile, die sich bewegen sollen, getrennt abgebildet wurden, z.B. der Arm eines Geigers mit dem Violinbogen. Anschließend wurden die Zeichnungen eingescannt, in einem Grafikprogramm koloriert und schließlich zu den einzelnen Bildern zusammengesetzt.
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Die Tanzsequenz für das instrumentale Mittelstück und den Schluss ließ sich natürlich nicht mit einer Zwei-Bilder-Animation lösen, aber auch dafür fand sich eine interessante (und v.a. umsetzbare) Möglichkeit. Unter Rotoscoping bzw. Rotoskopieren versteht man ein Verfahren, mit dessen Hilfe man sehr schnell eine realitätsnahe Bewegungsfolge für einen Zeichentrickfilm erstellen kann. Entwickelt wurde diese Technik bereits 1914/15 in den Anfangszeiten des Zeichentrickfilms von Max Fleischer, der später mit den "Popeye der Seemann"-Cartoons erfolgreich werden sollte. Auch Disney und andere Studios setzten das Rotoskopieren ein, wenn es darum ging, realistisch gestaltete Personen zu animieren (z.B. in "Schneewittchen" und "Cinderella"). Fleischers Patent-Zeichnung (siehe Bild) zeigt, wie mittels Projektor eine vorher aufgenommene Filmsequenz Bild für Bild von hinten auf eine Mattglasscheibe projiziert wird, die vom Animator nachgezeichnet wird.
In unserem Computerzeitalter ist ein solch komplizierter Apparat nicht mehr notwendig. Eine kurzes Filmchen, das ein Tanzpaar in Barockkleidung bei einem Menuett zeigt, wurde mit einem kleinen Hilfsprogramm in seine Einzelbilder zerlegt - in diesem Fall waren es ca. 50 Stück.
In einem Grafikprogramm wurde über das Originalbild eine neue "Ebene", vergleichbar einer Folie, gelegt. In dieser Ebene wurden die Figuren "nachgezeichnet", wobei sich für solche Arbeiten das Grafiktablett anbot. Danach wurde die Hintergrundebene mit dem Original gelöscht und die Strichzeichnung koloriert. Nachdem alle Bilder fertig waren, konnte die Tanzsequenz mit dem Animationsprogramm wieder zusammengestellt werden. |
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Wir bedanken uns auch bei mehreren Schülerinnen und Schüler der 2b-Klasse, die uns beim Kolorieren und Rotoskopieren tatkräftig unterstützten ... und besonders bei P., der beim Nachsitzen die Zeit sinnvoll nutzen konnte ;) |
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